12.08.2009 / Inland / Seite 2

»Da sollen neue Fraktionskämpfe geschürt werden«

Die Enthüllungen über die vier SPD-Abweichler in Hessen gehören offenbar zur Wahlkampfstrategie der CDU. Ein Gespräch mit Ursula Schumm-Garling

Gitta Düperthal
Ursula Schumm-Garling ist emeritierte Soziologie-Professorin und im Beirat der Linken in Hessen

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl hat jetzt Hessens CDU-Regierungssprecher Dirk Metz bekannt, im vergangenen Jahr die SPD-Politikerin Silke Tesch beraten zu haben – eine der vier SPD-Abgeordneten, die Andrea Ypsilanti bei der Landtagswahl ihre Stimme verweigerten. Zugleich ist auch ein Buch des konservativen Journalisten Volker Zastrow mit »Enthüllungen« zu diesem Politskandal erschienen. Was ist neu daran? Oder wird hier etwa kalter Kaffee aufgewärmt?

Das kann man so sagen. Die Hessen-SPD steht jetzt als Partei da, die hinters Licht geführt wurde. Klar ist, daß konservative Kreise nicht unbedingt der Wahrheitsfindung dienen wollen, indem sie das Thema erneut auf die Tagesordnung setzen. Die Recherchen Zastrows in seinem Buch »Die Vier – Eine Intrige« belegen: Die vier haben bis zum Schluß bekräftigt, Ypsilanti wählen zu wollen, um dann genau das...

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