12.08.2009 / Thema / Seite 10

Zerstrittene Demagogen

Analyse. Im Superwahljahr 2009 wächst die Konkurrenz unter den Parteien der extremen Rechten

Carsten Hübner
Für die Parteien der extremen Rechten ist das Superwahljahr 2009 von existentieller Bedeutung. Finanz­skandale, Richtungsstreitigkeiten und Personalquerelen auf der einen, Mitgliederschwund und Inaktivität an der Basis auf der anderen Seite haben ihnen in der jüngsten Vergangenheit zum Teil erheblich zugesetzt.

Der nach dem Einzug der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) in die Landtage von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern frenetisch verkündete Durchbruch ist in weiteren Bundesländern und bei der Bundestagswahl 2005 ausgeblieben. Im Ergebnis ist die Partei inzwischen in mehrere Lager gespalten. Langjährige Spitzenfunktionäre und verschiedene Landesverbände stehen heute in mehr oder weniger offener Opposition zum Parteivorstand um Udo Voigt. Auch die Deutsche Volksunion (DVU), eine völlig überalterte Phantompartei ohne handlungsfähige Strukturen, steht trotz des Führungswechsels von Gerhard Frey zu Matthias Faust unverändert schlecht da. Nac...

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