28.07.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Merck setzt Maßstäbe

Proteste gegen Unternehmensführung bei Filiale in Pakistan. Gewerkschaft wirft deutschem Pharmakonzern Ausbeutung und Repression vor

Hans-Gerd Öfinger
In seiner hessischen Heimatregion ist der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern MERCK KGaA sehr auf seinen Ruf als sozialer und sozialpartnerschaftlicher Arbeitgeber bedacht. Die Merck-Aktien befinden sich immer noch zu 75 Prozent im Familienbesitz. Mit Niederlassungen in 63 Ländern und weltweit über 35000 Beschäftigten ist der Konzern ein bedeutender Global Player der Branche. In eigenen Publikationen präsentiert sich Merck gern als Wohltäter für Mensch und Umwelt sowie Sponsor von Alphabetisierungs-, Gesundheits- und Entwicklungsprojekten.

Doch in der seit 60 Jahren bestehenden Merck-Niederlassung im pakistanischen Quetta (Provinz Belutschistan), die Arzneimittel für den pakistanischen Binnenmarkt produziert, scheinen die Umstände nicht so idyllisch, wie sie der Konzern immer darstellt. Örtliche Gewerkschaften prangern Hungerlöhne und den Mißbrauch von Leiharbeit an, werfen der Geschäftsleitung willkürliche Kündigungen sowie eine Kumpanei m...

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