24.07.2009 / Feuilleton / Seite 12

Hart und weich

Am Samstag beginnt die Deutschland-Tour der kubanischen Metal-Band Tendencia – auf der Fiesta de Solidaridad in Berlin

Luis »Lucry« Cruz
Laut, düster, hart, kompromißlos – Ethno-Metal. Nicht gerade das, was man von der sonst für Salsa oder Son bekannten Karibikinsel Kuba gewöhnt ist. Tendencia heißt die Band, die dort dem Metal zu großer Beliebtheit verhilft. Tendencia – die Tendenz zum Tinitus.

Bestehend aus sechs stattlichen, größtenteils langhaarigen Männern, scheint Tendencia auf den ersten Blick das Klischee der aggressiven Garage-Band vollkommen zu erfüllen. Allerdings steht der bürgerliche Hintergrund der Mitglieder schon sehr im Kontrast zur harten Attitüde der Band. Einer arbeitet als Professor für Ökonomie, ein anderer als Musikpädagoge, einer als Kultursoziologe, und dann wiederum ist einer Abgeordneter des kubanischen Parlaments.

Zugegeben, bei dem ersten Durch­skippen ihres aktuellen Albums »Confidencial« wirken die harten Gitarrenriffs und die teilweise übersteuerten Gebrüllgesänge von Vakero etwas eintönig und wenig innovativ. Erst beim ...

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