23.07.2009 / Ausland / Seite 7

Kein Visum für Adriana Pérez

»Cuban Five«: Washington verweigert weiter Besuchsgenehmigung für Angehörige der gefangenen Kubaner. Rechtsanwälte wollen Reduzierung der Strafen erreichen

Santiago Baez
Die Lage der als »Cuban Five« bekannten in den USA inhaftierten Kubaner bleibt unverändert hart. Erst vor wenigen Tagen verweigerten die Behörden der Ehefrau von Gerardo Hernández, einem der fünf Gefangenen, erneut ein Einreisevisum für die USA und damit die Möglichkeit zu einem Besuch bei ihrem Mann. In der offiziellen Begründung erklärte das State Department in Washington, daß Hernández’ Frau Adriana Pérez eine »Bedrohung der Stabilität und der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten« darstelle. Nur ein einziges Mal, 2002, hatte Pérez ein Visum erhalten, wurde aber bei ihrer Ankunft in den USA festgenommen und elf Stunden später abgeschoben, so daß sie ihren Gatten seit nunmehr elf Jahren nicht besuchen konnte.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bewertet diese Haltung der nordamerikanischen Behörden als »unnötige zusätzliche Bestrafung« und als eine Verletzung der internationalen Standards zur humanen Behandlung von Gefang...

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