22.07.2009 / Ausland / Seite 7

Spiel auf Zeit

Versöhnungsgespräche der beiden großen Palästinenserorganisationen verschoben. Hinhaltetaktik des Westens verschärft Streit zwischen Hamas und Fatah

Karin Leukefeld, Damaskus
Nach wochenlangen Vorbereitungsgesprächen haben die beiden großen palästinensischen Organisationen Hamas und Fatah ein für kommendes Wochenende geplantes Treffen um einen weiteren Monat verschoben.

Die unter ägyptischer Vermittlung geführten Versöhnungsgespräche hatten im Februar in Kairo begonnen. Ziel ist es, eine Regierung der nationalen Einheit zu bestimmen, die übergangsweise bis zu den nächsten Wahlen im Januar 2010 amtieren kann. Neben einem neuen Wahlgesetz soll eine gemeinsame Sicherheitsstruktur entwickelt werden. Die Übergangsregierung wäre für die Vergabe der internationalen Hilfsgelder zum Wiederaufbau des von Israel zerstörten Gazastreifens zuständig. Die Zahlung der im März in Aussicht gestellten Gelder (4,3 Milliarden Euro) wurden von den – zumeist westlichen – »Geberländern« an die Bedingung geknüpft, daß nicht die Hamas darüber verfügen dürfe. Das für den 26. Juli geplante Treffen sollte die Verhandlungen zum Abschluß bringe...

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