18.07.2009 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Das Selbstmordattentat ist aus der Not geboren«

Gespräch mit Stefan Weidner. Über Islam und Aufklärung, die Diskursherrschaft des Westens und ein Handbuch für den Kampf der Kulturen

Thomas Wagner
Stefan Weidner (geb. 1967 in Köln) studierte Islamwissenschaften, Germa­nistik und Philosophie in Göttingen, Damaskus, Berkeley und Bonn. Er arbeitet als Übersetzer und Literaturkritiker. Seit 2001 ist er Chefredakteur der vom Goethe-Institut herausgegebenen Zeitschrift Fikrun wa Fann. Er hat die Dichter Adonis und Mahmud Darwisch aus dem Arabischen übersetzt.

Sie haben ein Handbuch für den Kampf der Kulturen verfaßt. Das hört sich kriegerisch an. Was soll das?

Ich wollte einen schlagenden und auf den ersten Blick provozierenden Titel haben. Wenn ich mir die Debatten der Gegenwart anschaue, vermisse ich zwei Dinge: Erstens die Anerkennung dessen, daß wir in einem Kulturkampf stecken. Zweitens eine Perspektive auf diesen Kulturkampf, die nicht sofort schon wieder an diesem Kampf teilnehmen will, sondern mit einem gewissen Abstand auf das schaut, was geredet, publiziert usw. wird. Das Handbuch, die Gebrauchsanweisung will die verschiedenen Positionen ...

Artikel-Länge: 19124 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe