30.06.2009 / Thema / Seite 10

Die Röhm-Affäre

Vorabdruck. Ausdruck des Machtkampfs des deutschen Monopolkapitals: Die Ermordung von über 1000 faschistischen und bürgerlichen Funktionären durch die SS am 30. Juni 1934

Kurt Gossweiler

Bis heute hält sich die Auffassung, es habe sich bei der Röhm-Affäre um eine persönliche Abrechnung und eine bloße Machtintrige innerhalb der Naziführung gehandelt. Allenfalls wird darin noch ein Machtkampf zwischen Reichswehrgeneralität und SA-Führung gesehen. Demgegenüber weist Kurt Gossweiler in seiner erstmals 1983 erschienenen und lange vergriffenen Untersuchung nach, wie unzulänglich solche Interpretationen sind. Überzeugend belegt er, daß die damaligen Ereignisse Ausdruck eines Richtungskampfes zwischen den mächtigsten Kapitalgruppen und zugleich der Versuch waren, eine Krise, die der faschistischen Diktatur in ihrer Konsolidierungsphase drohte, mit einem Gewaltstreich zu beenden.

Das Standardwerk zu diesem Vorgang wird nun im Kölner PapyRossa Verlag neu aufgelegt – falls es mindestens 350 Subskribenten gibt: Unterzeichner der Subskription bis zum 14.9. erhalten das etwa 550 Seiten starke Buch für 22,40 Euro statt für 28 Euro. Interessenten w...

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