16.06.2009 / Ausland / Seite 6

Absage an den Frieden

Chauvinistische Grundsatzrede des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu in Tel Aviv stößt bei Palästinensern auf einmütige Ablehnung

Karin Leukefeld
Die Grundsatzrede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu seiner »Vision eines Friedens im Mittleren Osten« ist bei Palästinensern aller Fraktionen auf heftige Ablehnung gestoßen. Netanjahu sprach an der reli­giösen Bar-Ilan-Universität bei Tel Aviv, wobei er nicht von seinem vorgefertigten Manuskript abwich. Die Rede galt als Antwort auf die Rede von US-Präsident Barack Obama an der Universität von Kairo, blieb allerdings in Ton und Aussagegehalt deutlich hinter dieser zurück.

Als gefährlichstes Problem nannte Netanjahu »die Gefahr der iranischen Nuklearwaffen« für Israel, die er als »größte Bedrohung für den Frieden im Mittleren Osten und die gesamte Menschheit« bezeichnete. Iran betont allerdings, daß sein Atomprogramm ausschließlich ziviler Natur sei. Das zweite Problem sei die schwere Wirtschaftskrise in Israel und das dritte der Friedensprozeß im Mittleren Osten, dem Netanjahu dann fast den gesamten Rest seiner dreißigminütigen R...

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