13.06.2009 / Ausland / Seite 7

Die Welt steht kopf

Polarisierung im Libanon hat sich mit den Wahlen nicht geändert. Hisbollah kritisiert Einmischung der USA

Karin Leukefeld, Beirut
Auch nach den Wahlen im Libanon scheint sich an der Polarisierung des Landes nichts zu ändern. Während das siegreiche Bündnis des 14. März über die Postenverteilung diskutiert und Glückwünsche entgegennimmt, herrscht beim Oppositionsbündnis 8. März große Enttäuschung darüber, daß der greifbar nahe Sieg sich doch in eine Niederlage wandeln konnte. Die Libanesen sind froh, daß niemand zu den Waffen greift, die aufgeheizte Stimmung während des Wahlkampfes hatte Schlimmeres vermuten lassen. Doch sowohl Wahlsieger als auch die Opposition waren offenbar von ihren ausländischen Partnern gedrängt worden, eine militärische Konfrontation in jedem Fall zu vermeiden.

Gleichwohl steht im Libanon die Welt kopf. Was von westlichen Wahlbeobachtern wie dem Carter-Zentrum des früheren US-Präsidenten James Carter, Vertretern der Europäischen Union oder der Carnegie-Stiftung als »Sieg der libanesischen Demokratie und saubere Wahlen mit kleineren Schönheitsfehler...

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