04.06.2009 / Ausland / Seite 6

Kriegsverbrechen untersuchen

Israel verweigert Zusammenarbeit mit UN-Kommission, Hamas will kooperieren

Karin Leukefeld
Zwei Monate nach ihrer Beauftragung Anfang April, ist eine Kommission des UN-Menschenrechtsrates im Gazastreifen eingetroffen. Sie geht Vorwürfen von Kriegsverbrechen Israels und der Hamas nach, die während des dreiwöchigen Gazakrieges begangen worden sein sollen. Die vierköpfige Kommission wird von dem südafrikanischen Richter Richard Goldstone geleitet, dem früheren Chefankläger der Internationale Tribunals zu Jugoslawien und Ruanda. Goldstone ist jüdischen Glaubens, was Israel gleichwohl nicht bewegen konnte, die Kommission durch Israel in den Gazastreifen einreisen zu lassen. Gaza ist seit mehr als zwei Jahren von israelischen Truppen abgesperrt; dort lebende Palästinenser bezeichnen das Gebiet als großes »Freiluftgefängnis«. Einziges Ziel der UN-Untersuchung sei, sein Land anzuklagen, kritisierte Yigal Palmor, Sprecher des israelischen Außenministeriums gegenüber dpa. So eine »Maskerade« werde man nicht mitmachen. Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum erklärt...

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