27.05.2009 / Ausland / Seite 6

Bilanz des Schreckens

Weltgesundheitsbehörde zur Lage im Gazastreifen. Israels Blockade angeklagt

Karin Leukefeld
Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) hat Israel aufgefordert, sofort medizinische Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu lassen. Früher seien pro Tag 4000 medizinische Artikel in den Gazastreifen geliefert worden, heute seien es nur 40, erläuterte Guido Sabatinelli, der Leiter der Gesundheitsabteilung von UNRWA, der UN-Hilfsorganisation für die palästinensischen Flüchtlinge, am Montag. Weil Israel auch kein Baumaterial in den Gazastreifen läßt, können im Krieg zerstörte Gesundheitszentren und Hospitäler nicht repariert werden, berichtete Sabatinelli bei der Jahreskonferenz der WHO in Genf.

Schulen, Wohnungen und Häuser warten ebenfalls noch auf den Wiederaufbau. Auch Papier unterliege einem israelischen Lieferungsverbot für den Gazastreifen, wodurch die Dokumentation medizinischer Behandlung gefährdet sei. Besorgniserregend sei vor allem der Zustand von Kleinkindern unter drei Jahren, von denen 30 Prozent aufgrund der mangelhaften Ernährung unter Blutarmut ...

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