22.05.2009 / Ansichten / Seite 8

Perspektivlos

Netanjahus seltsame Friedensabsichten

Werner Pirker
Wohl um dem schlechten Eindruck, den seine Blockadehaltung gegenüber den amerikanischen Bemühungen zur Befriedung des Nahos-Konfliktes gemacht hat, ein wenig entgegenzuwirken, hat Israels Premier Netanjahu seine Bereitschaft erneuert, mit den Palästinensern ohne Vorbedingungen in Verhandlungen einzutreten. Dies gelte auch für Syrien, fügte er hinzu. Damaskus, das die Rückgabe der Golan-Höhen an Syrien als Vorbedingung für seinen Seitenwechsel vom antiimperialistischen in das prowestliche Lager ansieht, dürfte darauf ebensowenig Lust verspüren wie selbst jene Palästinenserführer, die jede Schmach zu erdulden bereit sein, solange ihnen ein eigener Staat in Aussicht gestellt wird.

Netanjahu und sein Außenminister Lieberman sind nicht nur entschiedene Gegner einer wirklich gerechten Friedenslösung – das waren bisher noch alle israelischen Regierungen. Sie versuchen vielmehr, auch die amerikanische Agenda einer Befriedungslösung über den Hau...

Artikel-Länge: 3090 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe