12.05.2009 / Ausland / Seite 7

In Trümmern

Kriegsopfer Ökologie: Gazastreifen gleicht einem Katastrophengebiet

Erin Cunningham (IPS), Gaza-Stadt
Im Gazastreifen hat die israelische Militäroffensive auch ökologisch ein Desaster angerichtet. Die Natur liegt darnieder, in den Trümmern lauert Asbest. Zudem sind die Klärwerke zerbombt, und die Abwässer ergießen sich ungereinigt ins Mittelmeer. Schon vor der »Operation Gegossenes Blei« war der Gazastreifen weit davon entfernt, ein umweltpolitisches Musterland zu sein. Jetzt ist er ein Katastrophengebiet.

Während der israelischen Invasion vom 27. Dezember bis 18. Januar nahm Tel Avivs Armee in nur drei Wochen die gesamte Infrastruktur auseinander. Das galt für Wohnhäuser ebenso wie für Geschäfte, Fabriken, Stromleitungen, Abwasserkanäle und Kläranlagen. Dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) zufolge wurden die Böden verseucht und gefährliche Schadstoffe zurückgelassen. Die UN will nun Experten schicken, um die schlimmsten Gefahrenquellen zu beseitigen.

Vor dem Krieg hatten die Menschen im Gazastreifen unter Sankt...

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