06.05.2009 / Ausland / Seite 6

Mossad-Pleiten in Libanon

Beirut sieht wegen Aktivitäten von Israels Auslandsgeheimdienst im Land der Zedern UN-Resolution verletzt

Jürgen Cain Külbel
Seit September 2008 flogen in Libanon acht Spionagezellen auf, sechzehn Topagenten wurden identifiziert und verhaftet. Der jüngste Coup, so die Tageszeitung As Safir am Montag, gelang vergangene Woche: In Bourj Al-Barajneh, südlich von Beirut, wurde das »Sehmarani-Netzwerk« enttarnt. Haytham Sehmerani, Chef des Spionagerings und Sergeant in der Informationsabteilung der Polizei, gestand, »seit 2004 mit dem israelischen Geheimdienst zu kollaborieren«, schreibt die Zeitung Al-Akhbar. Seine Ehefrau verfüge über »eine bedeutende Menge an Informationen«. Libanons Sicherheitskräfte »konfiszierten bei Sehmerani eine PC-Anlage, mit deren Hilfe er Kontakt mit seinen israelischen Führungsleuten herstellte«. Zudem sammelte der Expolizist »detaillierte Informationen über Offizielle und Mitglieder des islamischen Widerstandes sowie über Büros der Hisbollah in Dahiyeh (in Beiruts Süden)«. In der Vernehmung gab er zu, »eine große Anzahl von Zielen markiert zu haben, die...

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