28.04.2009 / Feuilleton / Seite 12

Erste Lederjacken

Mit einer DDR-Hofpause von Andreas Dresen: In Potsdam endete das 38. Studentenfilmfestival »sehsüchte«

Piper Alpha
Ein malerischer Strand, eine einsame Hütte, sich im Wind wiegende Gräser, träge ziehende Wolken. Soziales und emotionales Niemandsland. Eine Gruppe von Kindern quält einen alten Mann. Es ist ihr Vater. Eines der Kinder versucht, den Alten eine Zeitlang zu beschützen, schlägt dann selbst brutal zu. Ein schreckliches Geheimnis liegt in der Luft. Bilder verraten: Es geht um den Tod der Mutter. Weil sie ermordet wurde, ohne daß ihr Mann sie hätte beschützen können, scheinen es Selbstvorwürfe zu sein, die den Haß der prügelnden Kinder schüren.

Durchweg hat man das Gefühl, daß der mexikanische Film »La canción de los niños muertos« (Das Lied der toten Kinder) mehr erzählt, als er zeigt – kaputte Welt, in der wir leben. Dafür gab es den Hauptpreis des 38. Studentenfilmfestivals »sehsüchte«, das am Sonntag in Potsdam endete. Stellvertretend für den Regisseur David Pablos nahm der Kameramann Hatuey Viveros den Preis entgegen. »Der Film ist poetisch, archais...

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