25.04.2009 / Thema / Seite 10

Unbequeme Solidarität

Vorabdruck. Die deutsche Linke, der Zionismus und der Nahostkonflikt

Wolfgang Gehrcke, Jutta von Freyberg, Harri Grünberg
Die Diskussionen über die israelische Politik und ihre Charakterisierung als zionistisch, kolonialistisch oder gar imperialistisch sowie über den palästinensischen Widerstand machen sich oft am Streit oder an Polemiken um Begriffe fest wie Kolonialismus, Imperialismus, antiimperialistischer Kampf, Befreiungsbewegung. Auf der einen Seite finden sich Positionen wie: Diese Begriffe seien regressiv und antiemanzipatorisch, auf jeden Fall unzeitgemäß und überflüssig; mit ihnen sei die heutige Realität nicht erfaßbar, sie führten in die Irre. Da es heute keinen Kolonialismus mehr gebe, gebe es auch keinen Imperialismus mehr. Die andere Seite besteht darauf, daß der heutige Kolonialismus nur seine Erscheinungsform geändert hat, nicht aber sein Wesen, das darin besteht, die ökonomisch schwachen Länder in Abhängigkeit zu halten und auszubeuten. An die Stelle der offenen Kanonenbootpolitik seien vielfältige wirtschaftliche, finanzielle und rechtliche Abhängigkeitsb...

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