15.04.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Fußfesseln für Kritiker

Engagement für Frieden und Gerechtigkeit bestraft: Der Theater- und Filmregisseur Samieh Jabbarin steht in Israel unter Hausarrest

Karin Leukefeld
Vertreter der israelischen Friedens- und Menschenrechtsbewegung werden in Deutschland gern mit Preisen geehrt und zu Vorträgen eingeladen. So läßt man andere die Besatzungsmacht Israel kritisieren, ohne selbst Gefahr zu laufen, als »antisemitisch« diffamiert zu werden. Doch israelische Friedenskämpfer gehen ein hohes Risiko ein, wie jetzt der Theaterregisseur Samieh Jabbarin (41) erfahren mußte. Die israelische Staatsanwaltschaft verhängte gegen ihn Hausarrest auf unbestimmte Zeit, weil den Sicherheitskräften sein Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit offenbar zuviel wurde.

Samieh Jabbarin wurde in Um Al-Fahm, der zweitgrößten arabischen Stadt in Israel, geboren und hat die israelische Staatsangehörigkeit. Seine Ausbildung zum Theater- und Filmregisseur machte er in Deutschland, wo er auch aktives Mitglied der globalisierungskritischen Organisation ATTAC wurde. Nach seiner Rückkehr nach Jaffa gab Jabbarin sein politisches Engagement nicht auf...

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