14.03.2009 / Inland / Seite 5

Genlobby diskutiert nicht

»Schaugarten« zur Propagierung angeblicher Vorzüge genmanipulierter Kulturen gekapert. Betreiberfirma lehnt Debatte mit Besetzern ab. Räumung folgt auf dem Fuße

Jana Frielinghaus
Wer gegen Gentechnik protestieren will, muß früher aufstehen. Das sagte sich die Aktivistengruppe, die am Freitag um vier Uhr morgens in Üplingen westlich von Magdeburg einen sogenannten Schaugarten der Firma BioTech Farm besetzte. 15 Personen brachten zwei Betonfässer auf das einen Hektar große Areal, an denen sich später vier von ihnen festketteten, errichteten ein Camp, »kaperten« einen Aufsichtsturm, von dem aus die derzeit noch kahle Fläche nach Aussaat der Versuchskulturen bewacht werden soll, verteilten Flugblätter unter der Anwohnerschaft.

Die Besetzer waren mit dem Ziel gekommen, so lange auszuharren, bis es zu spät für die geplante Aussaat gentechnisch-veränderter Organismen (GVO) sei. Außerdem sollten auf dem Feld Informations- und Diskussionsveranstaltungen zum Thema Gentechnik stattfinden. Auch die Geschäftsführung von BioTech Farm sei eingeladen, sich an einem Podiumsgespräch am 20. März zu beteiligen, heißt es in einer Erklärun...

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