14.03.2009 / Fotoreportagen / Seite 4 (Beilage)

Wenn die Bücher tanzen

Impressionen von der 18. Buchmesse in Havanna. Fotoreportage

Dietmar Koschmieder (Text und Fotos)
Wenn das Volk regieren soll, muß es zuerst einmal lesen können. Die Revolution in Kuba vor 50 Jahren markiert hierfür einen Wendepunkt. Heute werden auch in anderen Ländern Lateinamerikas – vor allem dort, wo die Linke regiert – kubanische Programme zur Alphabetisierung angewandt. Aber Iberoamerika ist längst noch kein Subkontinent der Bücher. Für die Masse der Armen bleibt neben der Fähigkeit, sie lesen zu können, der Besitz von Büchern unerreichbar. Entsprechend schwach ist die Buchkultur in Lateinamerika entwickelt: Verlage können von den niedrigen Auflagen kaum existieren, Buchhandlungen sind selten.

In Kuba ist der Zugang zum Buch kein Privileg. Die Lust am Lesen gehört allen. Über 500000 Menschen besuchten im Februar die 18. Internationale Buchmesse in Havanna. Es war ein ...

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