19.02.2009 / Titel / Seite 1

Obama setzt auf Krieg

Knut Mellenthin
Der neue US-Präsident Barack Obama setzt in Afghanistan noch stärker als sein Vorgänger auf militärische Eskalation. Am Mittwoch ließ er bekanntgeben, daß die Zahl der dort eingesetzten amerikanischen Soldaten bis zum Sommer um 17000 erhöht werden soll. Derzeit sind es 36000. Die Steigerung beträgt also rund 50 Prozent. Insgesamt sind jetzt schon fast 70000 NATO-Soldaten in Afghanistan stationiert, darunter annähernd 4000 Deutsche.

Der Anweisung Obamas zufolge sollen 8000 Marines im Mai in Afghanistan ankommen und weitere 9000 Soldaten im Juli folgen, von denen mindestens 4000 Kampftruppen sein werden. Der Oberkommandierende aller US- und NATO-Truppen in Afghanistan, General David D. McKiernan, hatte im vorigen Jahr eine Verstärkung der amerikanischen Truppen um 30.000 Mann gefordert. 6000 Soldaten wurden daraufhin schon im Januar nach Afghanistan verlegt; den Befehl hatte noch George W. Bush unterzeichnet. Ob die Zahl der US-Soldaten über di...

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