17.02.2009 / Ausland / Seite 8

»Diese Verätzungen sind typisch für Phosphor«

Immer mehr Hinweise auf den Einsatz international geächteter Waffen durch die israelische Armee in Gaza. Ein Gespräch mit Ralf Syring

Claudia Wangerin
Dr. Ralf Syring ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin sowie Mitarbeiter der Hilfsorganisation medico international. Er ist vergangene Woche aus dem Gaza-Streifen zurückgekehrt.

Was waren Ihre ersten Eindrücke bei der Ankunft im Gazastreifen?

Wenn man von Israel aus die Grenze zum Gazastreifen passiert, ist der erste Eindruck die materielle Zerstörung. Man kommt zunächst in eine Zone, die eine Art Gewerbegebiet war, das jetzt nur noch ein Trümmerhaufen ist. Kein einziger Betrieb ist verschont worden. Dort wurden eindeutig keine militärischen Anlagen zerstört, sondern kleinere Produktionsstätten. Und das war praktisch das einzige Gebiet, in dem es in Gaza vor den Angriffen noch kleinere Industrien gab.

Und der zweite Eindruck?

Kommt man dann ins Stadtgebiet von Gaza, fallen zwei Arten Zerstörungen auf. Auf der einen Seite sind es bestimmte Gebäude, zum Beispiel Moscheen, Polizeistationen und Regierungsgebäude. Aber eben auch einzelne Wohnhä...

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