11.02.2009 / Ausland / Seite 6

Verschleppung nach Solidaritätsmarsch

Wo ist Philip Rizk? Menschenrechtsaktivist in Ägypten nach seiner Festnahme verschwunden

Karin Leukefeld
Der deutsch-ägyptische Menschenrechtsaktivisten Philip Rizk (25) ist verschwunden. Er war am Freitag abend verhaftet und – mutmaßlich von ägyptischen Sicherheitskräften – verschleppt worden. Rizk, der an der Amerikanischen Universität von Kairo ein Aufbaustudium absolviert, hatte sich an einem Solidaritätsmarsch für die Palästinenser im Gazastreifen beteiligt und die Aufhebung der Belagerung sowie die Öffnung des Grenzübergangs Rafah gefordert. Der Marsch, an dem sich außer Rizk noch 14 weitere Personen beteiligt hatten, war ohne Zwischenfälle am Freitag abend in Qalyubiya nördlich von Kairo zu Ende gegangen, berichtete einer der Teilnehmer, der US-Amerikaner Travis Randall, der Middle East Times (9.2.). Als die Gruppe zurück nach Kairo fahren wollte, habe die Polizei sie zur Personalienfeststellung mitgenommen. Philip Rizk sei von der Gruppe getrennt und zu einem Verhör gebracht worden.

Dann hieß es, er sei festgenommen und kurz darauf in einem zivilen F...

Artikel-Länge: 3119 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe