02.02.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Dokument der Revolution

Am 2. Februar 1999 wurde Hugo Chávez Präsident Venezuelas und setzte als erstes die Erarbeitung der Bolivarischen Verfassung auf die Tagesordnung

André Scheer
Mit zahlreichen Veranstaltungen und einem internationalen Gipfeltreffen begeht Venezuela heute den zehnten Jahrestag der »Bolivarischen Revolution«. Am 2. Februar 1999 hatte Hugo Chávez sein Amt als Präsident des Landes angetreten, nachdem er zwei Monate zuvor die Wahl gewonnen hatte. Den Amtseid legte er auf die »dem Untergang geweihte« Verfassung ab und nutzte seine erste Amtshandlung dafür, erstmals in der Geschichte Venezuelas eine Volksbefragung anzusetzen, mit der die Menschen über die Erarbeitung einer neuen Verfassung entscheiden sollten. Dieses im April 1999 durchgeführte Referendum machte den Weg frei für die Wahl einer verfassunggebenden Versammlung, in der die Anhänger von Chávez deutlich in der Überzahl waren. Sie verabschiedete schließlich eine »Magna Charta«, die noch im Dezember desselben Jahres in einem weiteren Referendum gegen den erbitterten Widerstand von alten Parteien, katholischer Kirche und Großgrundbesitzern mit überwältigender M...

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