28.01.2009 / Inland / Seite 4

Fakten stören beim Verriß

Die Linke wird von vielen Medien ignoriert oder verleumdet. Eine wichtige Rolle spielt dabei Der Spiegel

Karl Faust
In einem sind sich neoliberale Parteien und die meisten Redaktionen einig: Die Linkspartei muß klein gehalten werden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung etwa hatte vor der Hessenwahl ungeniert verkündet, Die Linke schneiden zu wollen. Die Fotoagenturen schlossen sich dem am Wahlabend an: Von den Wahlfeten aller Parteien wurden Fotos angeboten – nicht jedoch von der Linkspartei.

Die Ausgrenzung setzt sich in TV-Nachrichten fort. Dort kommen von der Opposition häufig nur Grüne und FDP zu Wort. Über Die Linke wird in der Regel nur berichtet, wenn es Abträgliches gibt – etwa wenn SPD-Parteichef Franz Müntefering behauptet, sie betreibe eine »nationale und soziale Politik«. Begründet wird das zwar nicht – aber die Assoziation zum »Nationalsozialismus« steht erst einmal im Raum.

Das angebliche »Sturmgeschütz der Demokratie«, Der Spiegel, spielt dabei häufig die Rolle des Stichwortgebers. Erst kürzlich phantasierte seine Redaktion genüßli...

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