26.01.2009 / Ausland / Seite 6

Israel wird bedient

EU-Außenminister beraten in Brüssel mit arabischen Gästen neuen »Friedensplan« für Palästina. Hamas ist weder eingeladen, noch wird sie auch nur erwähnt

Karin Leukefeld
Eine Woche nach Beginn des Waffenstillstandes in Gaza begannen am Sonntag abend in Brüssel die EU-Außenminister damit, die Zusagen zu konkretisieren, die ihnen Israel als Preis für ein Ende des Gaza-Krieges abgerungen hatte. Offiziell hieß es, man berate über einen neuen »Friedensplan« zwischen Israel und den Palästinensern. Im Mittelpunkt des Treffens der 27 Außenminister mit ihren Amtskollegen aus Jordanien und Ägypten stand allerdings laut Planung die Frage, wie die Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten »gesichert« werden kann, damit keine Waffen mehr das Palästinensergebiet erreichen. Auch der türkische Außenminister Ali Babacan und ein Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde waren eingeladen. Die Türkei verfügt über gute Beziehungen zur Hamas als auch zu Israel und könnte für die EU als Vermittler tätig werden. Die Autonomiebehörde soll nach dem Willen der EU die Verteilung der angekündigten humanitären Hilfe für Gaza übernehmen. Ents...

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