23.01.2009 / Ausland / Seite 7

Kein Gedanke mehr an Arafat

Indien setzt trotz des Gaza-Kriegs weiter auf Rüstungsgeschäfte mit Tel Aviv

Hilmar König, Neu-Delhi
Indien »als größte Demokratie der Welt«, so schätzen Vertreter der hiesigen Friedensbewegung ein, habe sich während der brutalen israelischen Gaza-Intervention nicht mit Ruhm bekleckert. Außer einer Meinungsäußerung von Premier Manmohan Singh, die er fast beiläufig in ein Treffen mit Offizieren der Marine einflocht, gab es keine offizielle Stellungnahme. Auch bei dieser »Eintagsfliege« vermied der Regierungschef die Vokabeln Aggression und Krieg.

Indien unterhält mit Israel intensive Beziehungen, besonders auf militärischem Gebiet. Zu Zeiten der aktiven Paktfreienbewegung hielt sich Yassir Arafat oft in Neu-Delhi auf und hatte herzliche Begegnungen mit Indira Gandhi. Seine Befreiungsbewegung PLO erhielt effektive Unterstützung. Das war einmal – trotz aller heutigen Solidaritätsbeteuerungen für die Palästinenser von seiten der indischen Regierung. Mitten in Israels Überfall auf die Gaza-Palästinenser gab die Entwicklungsabteilung der staatlichen indischen ...

Artikel-Länge: 3522 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe