23.01.2009 / Thema / Seite 10

Verdrängte Konkurrenz

Neuordnung in der Welt des Erdöls (1919–1923). Teil II (und Schluß): Das Ende der ­deutschen Ölaussichten im Irak

Dietrich Eichholtz
Mit dem 18. Januar 1919 datiert die Eröffnung der Versailler Friedensverhandlungen der alliierten Siegermächte über jene Verträge mit Deutschland, Österreich, Ungarn, Bulgarien und der Türkei, die das Ende des vierjährigen Völker­mordens von 1914 bis 1918 besiegelten. Aus diesem Anlaß veröffentlichen wir einen Vorabdruck aus dem im Februar im Leipziger Universitätsverlag erscheinenden Band »Von Krieg zu Krieg. Zwei Studien zur deutschen Erdölpolitik in der Zwischenkriegszeit« von Dietrich Eichholtz und Titus Kockel (mit Illustrationen und Dokumenten).

Im Versailler Friedensvertrag mit Deutschland vom 28. Juni 1919 war der Enteignung deutschen Eigentums und deutscher Vermögenswerte ein großer Abschnitt unter der Überschrift »Güter, Rechte und Interessen« gewidmet. Er umfaßte 65 der insgesamt 440 Vertragsartikel (Artikel 248 bis 312). Die Einziehung deutschen Eigentums außerhalb Deutschlands und in den Deutschland entzogenen Gebieten erschien im Vertrag als...

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