20.01.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Hessen nach der Wahl

Klare Mehrheit für Schwarz-Gelb dank Rekordergebnis für die FDP. SPD verliert 400000 Stimmen, Linke nahezu stabil

Hans-Gerd Öfinger
Einen Tag nach der hessischen Landtagswahl stehen die Zeichen auf Schwarz-Gelb. Zwar wollten Sprecher von CDU und FDP den anstehenden Koalitionsverhandlungen nicht vorgreifen, doch dürfte klar sein, daß die hessische FDP selbstbewußt in die Koalitionsverhandlungen mit der CDU geht. Die Liberalen hatten am Sonntag mit 16,2 Prozent hessenweit so gut abschnitten wie noch nie zuvor.

Daß der alte und neue Ministerpräsident Roland Koch (CDU) nach einem Jahr des Hoffens und Bangens ohne eigene Landtagsmehrheit und zwei Monate nach seiner vorgesehenen (und am Widerstand von vier rechten SPD-Parlamentariern gescheiterten) Abwahl übernächste Woche vom neuen Landtag wieder für volle fünf Jahre im Amt bestätigt werden wird, hat er einzig und allein den Liberalen zu verdanken. Während seine CDU, die vor Jahresfrist um zwölf auf unter 37 Prozentpunkte abgerutscht war, im Wahlkampf auf polarisierende rassistische Töne verzichtet und sich als Retter von Arbei...

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