30.12.2008 / Ausland / Seite 6

Mubaraks Dolchstoß

Enthüllungen über Rolle des ägyptischen Geheimdienstes beim Überfall auf Gaza sorgen in Kairo für Tumulte. »Höchste Alarmbereitschaft« verfügt

Jürgen Cain Külbel
Die innenpolitische Lage in Ägypten spitzt sich zu. In Folge der israelischen Bombardements im Gazastreifen und der Haltung Kairos dazu wächst die Kritik in großen Teilen der Bevölkerung; am Montag versetzte das Innenministerium in Kairo die Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft. Jegliche antiisraelischen Proteste sollten unterbunden werden, verlautete in der Hauptstadt.

Noch am Samstag hatte der ägyptische Präsident Hosni Mubarak von einer »militärischen Aggression in Gaza« gesprochen und »Israel als Besatzungsmacht für die Toten und Verwundeten verantwortlich« gemacht. Allerdings sorgte sein Außenminister Ahmed Abdul Gheit bereits für Empörung, als er die Hamas beschuldigte, »Israel zum Angriff auf den Gazastreifen provoziert« zu haben.

Am Sonntag dann debattierte das ägyptische Parlament den Angriff Tel Avivs auf Gaza, und Hussein Ibrahim, Vorsitzender der Fraktion der Muslimbrüderschaft, bezeichnete Mubaraks Position a...

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