17.12.2008 / Ausland / Seite 2

Schuhwerfer in Bagdad gefoltert?

Bush-Kritiker Muntader Al-Saidi laut Familie Arm und Rippen gebrochen

Rüdiger Göbel
Der irakische TV-Journalist Muntader Al-Saidi bekommt für seine Schuhwürfe auf US-Präsident George W. Bush Zuspruch aus aller Welt – von den Besatzungsbehörden in Bagdad wird er derweil offensichtlich brutal mißhandelt. Wie Durgham Al-Saidi (32) am Dienstag gegenüber der Agentur AFP versicherte, seien seinem 29jährigen Bruder ein Arm und mehrere Rippen gebrochen worden. Zudem habe dieser Verletzungen an einem Auge und an einem Bein erlitten. Muntader Al-Saidi wurde den Angaben zufolge von den Mitarbeitern des nationalen irakischen Sicherheitsberaters Muaffak Al-Rubai in der von US-Truppen bewachten »Grünen Zone« in Bagdad festgehalten. Die von Washington gestützte irakische Regierung Nuri Al-Malikis wollte zu den Vorwürfen nicht Stellung nehmen.

Laut AP wurde Al-Saidi am Dienstag nachmittag den irakischen Justizbehörden übergeben, die ihm wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsgastes den Prozeß machen sollen. Der Journ...

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