08.12.2008 / Ausland / Seite 6

Finanzkrise in Gaza

Geldmangel wegen israelischer Restriktionen – Banken geschlossen

Raoul Rigault
Seit einigen Tagen haben auch die 1,5 Millionen Palästinenser im von Israel abgeriegelten Gazastreifen mit einer Finanzkrise zu kämpfen. Ursache sind hier allerdings weder überbordende Hypothekendarlehen noch fehlgeschlagene Börsenspekulationen, sondern »die strengen israelischen Restriktionen bezüglich des Waren-, Geld- und Personenverkehrs«, wie die keiner antiimperialistischen Neigungen verdächtige Financial Times am Freitag hervorhob.

Aus Mangel an Geldscheinen und Münzen waren die Banken im Gaza­streifen einen Tag zuvor gezwungen, ihre Schalter zu schließen. In einem Brief an die israelische Zentralbank hatte der Gouverneur der Palästinensischen Währungsbehörde, Dschihad Al-Wazir, bereits im November davor gewarnt, daß die Banken im Gaza­streifen vor »schweren Liquiditätsproblemen« stünden. Zu diesem Zeitpunkt waren ihre Reserven auf magere 47 Millionen Schekel (neun Millionen Euro), das heißt sechs Euro pro Kopf, geschrumpft. In dem der L...

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