06.12.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Gemeinsam für Frieden

Seite an Seite gegen die Besatzung: In Bilin und vielen anderen Dörfern des Westjordanlandes kämpfen Palästinenser und Israelis zusammen gegen die Trennmauer

Sophia Deeg
Immer wieder sorgt Bilin im Westjordanland für Schlagzeilen. Die rund 2000 Einwohner des unweit von Ramallah gelegenen palästinensischen Dorfes sind mehrheitlich Bauern und wehren sich seit Jahren gegen den Bau des Trennwalls. »Die Mauer«, das aufwendigste Bauwerk der israelischen Geschichte, das sich seit 2002 tief in das palästinensische Gebiet hineinfrißt, erreichte Bilin 2004. Im Jahr darauf war die Bevölkerung von zirka 60 Prozent ihrer Ländereien abgeschnitten. Der Verlauf der Mauer folgte hier wie überall weniger sicherheitspolitischen Überlegungen, sondern diente in erster Linie dazu, illegal errichtete jüdische Siedlungen Israel zuzuschlagen und Land für Siedlungserweiterungen und die exklusiv für israelische Juden vorgesehene Infrastruktur zu annektieren. Im Fall von Bilin ist es die Siedlung Modin Illit, die auf dem zum Dorf gehörenden Land errichtet wurde und nun erweitert werden soll.

Gewaltfreie Aktionen

Wie in Bilin wehren sich die Bewohne...

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