06.12.2008 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Eine gute Metapher: Alles ist zerstörbar«

Gespräch mit Darryl Hunt. Über linke Politik und Liebeslieder, Punk und Soul, die fast bourgeoisen Deutschen und die immer noch versklavten Engländer

Reinhard Jellen
Darryl Hunt, Jahrgang 1950, war Bassist und Songschreiber bei den Pogues, die gelegentlich noch Reunion-Konzerte geben. Eine Zeit lang verdingte er sich europaweit als House-DJ. Heutzutage hat er mit der Band Bish sein Solo-Material am Start. Die neue CD heißt »Surrounded By Mountains« (LFT) und bietet Singer-Songwriter-Rickenbacker-Folk-Pop mit New-Wave-Anleihen.

Kann man Politik in die Popmusik transportieren?

Es ist wichtiger, eine Haltung zu vermitteln. Auch ein Liebeslied kann etwas ausdrücken, was politisch ist. Die Grundlage von Politik sollten die Rechte und das Wohlergehen der Menschen sein. Also das Gegenteil von Ausbeutung und Verstümmelung. Ansonsten hat die Politik ihre Rechtfertigung verloren. Politische Bewegungen sollten gegen Ausbeutung kämpfen. Ich glaube an den englischen Wohlfahrtsstaat, in dem ich aufgewachsen bin: Kostenloses Gesundheitswesen, Schule, Transport. Und dann kam Margaret Thatcher, die daraus eine amerikanisiert...

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