26.11.2008 / Ausland / Seite 7

Unruhestifter aus Übersee

»Schlüsselpositionen« nutzen: Deutsche Parteistiftungen intensivieren ihre Zusammenarbeit mit der venezolanischen Reaktion

Ingo Niebel
Das deutsche Politestablishment mischt sich verstärkt in Venezuela ein. Aktuell freut sich insbesondere die CDU-nahe Konrad Adenauer Stiftung (KAS), daß es ihren rechtslastigen Partnerparteien gelungen ist, bei den Regional- und Kommunalwahlen am Sonntag Terrain gutzumachen. »Opposition erobert Schlüsselpositionen« überschreibt ein KAS-Länderbericht (24.11.) seine Bewertung des Ergebnisses, das eine »persönliche Niederlage für Chávez« darstelle. Neben den beiden traditionellen Hochburgen Zulia und Nueva Esparta hatten die Rechten Venezuelas die Bundesstaaten Miranda, Táchira und Carabobo sowie den Hauptstadtdistrikt Caracas gewonnen. Wie die Sieger ihre neuen Positionen nutzen werden, um die Bolivarische Revolution von Präsident Hugo Chávez zu beenden, stand bereits vor den Wahlen fest.

Am 20. November schrieb die großbürgerliche Neue Züricher Zeitung, daß die zerstrittenen Oppositionsparteien versuchen werden, »ihre Machtbasis auf der lokalen ...

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