19.11.2008 / Feuilleton / Seite 13

»Am brutalsten«

Die Bild-Zeitung führt sich auf, als ob ihr die Bundesrepublik gehört, inklusive Bundesregierung, Bundeskriminalamt und Bundesliga. Ein Gespräch mit Gerhard Henschel

Reinhard Jellen
Gerhard Henschel ist freier Schriftsteller. Zuletzt erschienen der Roman »Der Dreizehnte Beatle« (2004) und die Studie »Neidgeschrei: Antisemitismus und Sexualität« (2008). Gegen die Bild-Zeitung verfaßte er 2006 den »Gossenreport«, Nun hat er im Konkret Literatur Verlag »Die Springer-Bibel« veröffentlicht. Außerdem betreibt er mit Rayk Wieland in Hamburg den »Toten Salon« (am 4. Dezember mit den Gästen Barbara Kalender, Jörg Schröder und Martin Schmitz).

Herr Henschel, auch in Ihrem neuesten Buch »Die Springer-Bibel« widmen Sie sich mit heiligem Eifer und wissenschaftlicher Akribie dem Springer-Verlag und seinen Verwerfungen. Woher kommt Ihre besondere negative Affinität zu diesem Konzern?

Es mag auch in den Medien Spiegel, Bravo, manager magazin oder junge Welt Journalisten geben, bei deren Anblick man gern die Straßenseite wechselt, aber nur die sogenannte Rote Gruppe des Springer-Konzerns führt sich so auf, als ob ihr die gesamte Bundesrepub...

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