17.11.2008 / Feuilleton / Seite 12

Rote Karte für »Ça ira«

Mit dem Ausschluß eines antideutschen Verlags endete in Nürnberg die 13. Linke Literaturmesse

Peter Wolter
Mit einem klaren Beschluß der Mehrheit aller Aussteller endete am Sonntag die 13. Linke Literaturmesse in Nürnberg: Der Verlag »Ça ira« wird künftig ausgeschlossen. Die anderen Verlage wollen es sich und ihrem Publikum nicht länger zumuten, daß auf dem Messestand von »Ça ira« die »antideutsche« Zeitschrift Bahamas ausliegt. Sie empfinden es auch als unverfroren, wie leichtfertig anderen Linken in Veranstaltungen und Publikationen dieses Verlages Antisemitismus vorgeworfen wird. Die Aussage, die RAF sei »der verlängerte Arm der SS« gewesen, sei nach einhelliger Meinung der Höhepunkt der Geschichtsklitterung gewesen. Im Vorfeld der Messe war »Ça ira« darüber hinaus unverhohlene Sympathie für einen Krieg gegen den Iran vorgeworfen worden.

Eröffnet wurde die Messe am Freitag abend mit einer Veranstaltung der jungen Welt und des Rotbuch-Verlages: Der Botschafter der sozialistischen Republik Kuba, Gerardo Peñalver Portal, stellte das kürzlich erschienenene Buch...

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