27.10.2008 / Thema / Seite 10

»Wir brauchen Helsinki II«

Im Gespräch: Vladimir V. Kotenev, Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland. Teil 2 (und Schluß): Über eine neue internationale Sicherheitsarchitektur, Rußlands Bündnispolitik und den Konfrontationskurs der USA

Stefan Huth und Peter Wolter

Die in Genf angesetzten ersten Verhandlungen über den Georgien-Konflikt1 sind am 15. Oktober gescheitert. Was war der Grund?

Wir bezeichnen die Verhandlungen in Genf als internationale Diskussion über die Gewährleistung der Sicherheit für Südossetien und Abchasien. Sie sind diejenigen, deren Sicherheit bedroht wurde und scheinbar immer noch bedroht wird, wenn man die zunehmende Konzentration der georgischen Spezialeinheiten in den Grenzgebieten bedenkt.

Die erste Diskussionsrunde ging so schnell zu Ende, weil die georgische Delegation auf stur schaltete und nicht an einer gemeinsamen Sitzung mit allen Beteiligten teilnehmen wollte. Es ist aber schon ein Fortschritt, daß solche Gespräche begonnen wurden. Wichtig ist auch, daß die Vertreter von Südossetien und Abchasien dort zum ersten Mal die Gelegenheit hatten, mit den Vertretern der EU, der OSZE und, wenn auch informell, mit den amerikanischen Unterhändlern direkt in Kontakt zu treten.<...

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