26.09.2008 / Feuilleton / Seite 13

Glückspilze

Schröder und Kalender. Deshalb immer: lecken, lecken, lecken

Jörg Schröder/Barbara Kalender
Was die Chymie in Wald und Flur angeht, kenne ich mich einigermaßen aus, denn als Waldbauernbub im Weserbergland sammelte ich häufig Hallimasche, Maronen, Steinpilze, Morcheln und Lorcheln. Nachdem ich mit Barbara das Bauernhaus im Vogelsberg bezogen hatte, drehten wir mit dem Hund oft eine kleine Runde ums Hörstchen, und eines Tages fanden wir dort ein großes Nest Pfifferlinge. Die bringen ja immer etwas Goldrauschartiges mit sich, sind aber in den Vogelsbergwäldern selten anzutreffen. Angestochen durch die Pfifferlinge sagte ich: »Jetzt fahren wir mal zur Siebertsmühle!« Die Gegend kannten wir gut, hier gab es die besten Pilzstellen, hinten im Forst lag die »Atomrampe Europa«, von der aus sich die Friedensbewegung in Gang setzte. Also wir hin, den Range Rover auf dem Gieseler-Forst-Parkplatz abgestellt, da fanden wir: Maronen, ein paar Pfifferlinge und plötzlich zwei Kolonien wunderschöner, kleiner, knubbeliger Steinpilze.

Mit vollem Korb fu...

Artikel-Länge: 4748 Zeichen

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