25.09.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Welt steht hinter Teheran

Irans Präsident Ahmadinedschad verweist in den USA auf globalen Rückhalt seines Landes

Rainer Rupp
Israelische Politiker und Medien haben verärgert und erbost auf den unaufgeregten Empfang reagiert, der dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad anläßlich seines Besuchs der UN-Vollversammlung in New York bereitet wurde. Trotz lautstarker, von amerikanischen Zionisten organisierter anti-iranischer Proteste vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen am Hudson River war das öffentliche Interesse an einem normalen Umgang mit dem iranischen Staatschef groß. »Nicht nur wird er wie jeder andere Präsident seine Rede vor der UN-Vollversammlung halten, sondern er ist auch gesuchter Gast der Medien«, empörte sich die israelische Tageszeitung Haaretz. Besonders schlimm fand das sonst eher liberale Blatt, daß Ahmadinedschad am Mittwoch sogar »Ehrengast eines von verschiedenen christlichen Friedens­organisationen veranstalteten Gala-Dinners« war. Das zeige deutlich, »wie schwach die internationale Front gegen Irans Atomprogramm« geworden sei.

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