02.09.2008 / Titel / Seite 1

Feuer frei am Hindukusch

Frank Brendle
Am 1. September, dem Antikriegstag, ging das Morden in Afghanistan weiter. Soldaten der sogenannten NATO-Schutztruppe ISAF haben im Osten des Landes beim Artilleriebeschuß eines Hauses drei Kinder getötet. Sieben weitere Personen wurden verletzt. »Versehentlich«, wie das ISAF-Kommando verlauten ließ. Zu dem »Zwischenfall« im Bezirk Gajan der Provinz Paktika sei es gekommen, nachdem »Aufständische« eine Patrouille beschossen hätten. Ebenfalls am Montag protestierten Hunderte Menschen in Kabul gegen die Besatzer und zeigten Journalisten die Leichen zweier Kinder, die zusammen mit ihrem Vater und einer Frau bei einer Razzia getötet worden seien. In diesem Fall bestritt ISAF jegliche Verwicklung. Statt dessen werfen die Militärs den Taliban vor, eine »Propagandakampagne« zu führen, weil sie angeblich die Zahl der zivilen Opfer in die Höhe treiben. Bei einem Luftangriff vorige Woche seien nicht, wie von der UNO ermittelt, 90, sondern nur fünf Zivilisten ums Le...

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