02.09.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Kriegsbilder im Kopf

60 Jahre Vertreibung aus der Heimat: Ein Besuch im palästinensischen Flüchtlingslager Mar Elias in Beirut

Karin Leukefeld
Mar Elias in Beirut ist das kleinste Lager für palästinensische Flüchtlinge im Libanon. Als es 1952 gegründet wurde, lag es außerhalb des alten Zentrums der libanesischen Hauptstadt. Heute ist Mar Elias einer von vielen Stadtteilen Beiruts, knapp 600 Menschen leben auf engstem Raum in dem Gewirr verwinkelter Gassen. Die Lebens-, Arbeits- und Gesundheitsbedingungen für die Menschen sind schlecht. Armut und hohe Arbeitslosigkeit sind allgegenwärtig, für Jugendliche und Kinder gibt es wenig Perspektive. Nicht weit vom schmalen Eingang entfernt, liegt der Kindergarten der Ghassan-Kanafani-Stiftung, in dem viel Wert auf die intellektuelle, emotionale, soziale und kreative Entwicklung gelegt wird. Kunst und Kunsthandwerk, Tanz und Theater, Geschichten erzählen, malen, schreiben und musizieren stehen auf dem Programm.

Die Stiftung ist benannt nach Ghassan Kanafani (1936–1972), einem palästinensischen Journalisten und Schriftsteller, der 1948 im Zuge ...

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