29.08.2008 / Ausland / Seite 6

Hoffnung für Palästinenser im Irak

Flüchtlinge sollen registriert werden und Anspruch auf Hilfsprogramme bekommen

Karin Leukefeld
Die irakische Regierung will palästinensische Flüchtlinge wieder registrieren. Das erklärte ein Sprecher des Ministeriums für Flucht und Migration am Mittwoch in Bagdad. Betroffen sind alle Palästinenser und ihre Familien, die zwischen 1948 und 1967 in den Irak kamen. Sie erhalten eine Art Personalausweis, mit dem sie Anspruch auf staatliche Hilfsprogramme geltend machen können. In den vergangenen drei Monaten seien bereits 10 500 palästinensische Flüchtlinge in Bagdad registriert worden, erklärte der Leiter der Menschenrechtsabteilung des Ministeriums, Samir Al-Nahi, gegenüber dem UN-Informationsnetzwerk IRIN. Mitarbeiter des Ministeriums würden auch in die Provinzen von Ninova (Nordirak) und Basra (Südirak) fahren, um palästinensische Familien zu registrieren, die sich dort vor Angriffen in Bagdad in Sicherheit gebracht hätten.

Von seiten der Palästinenser wurde die Initiative der irakischen Regierung begrüßt. Besonders die Fl...

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