28.08.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

»Es gibt hier viel zu tun«

Leinen los für »Free Gaza« und »Liberty«. Friedensaktivisten von Palästinensern im Gazastreifen euphorisch aufgenommen. Humanitäre Hilfsprojekte vereinbart

Karin Leukefeld
»Die Situation ist unbeschreiblich, ich habe völlig mein Zeitgefühl verloren«, sagt Edith Lutz, während sie sich mit dem Handy des »Free Gaza«-Teams in eine ruhige Ecke zurückzieht. Die Lehrerin aus Köln gehört zu der Gruppe von 44 Friedensaktivisten aus 17 Staaten, denen es am vergangenen Samstag gelungen war, die seeseitige israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen und im Hafen von Gaza an Land zu gehen. Während der Überfahrt seien die Telefonverbindungen von der kleineren »Liberty« zum Hauptschiff »Free Gaza« ausgefallen, auch die Kontaktpersonen auf dem Festland habe man nicht mehr erreichen können. Ein heftiger Sturm habe den ungeübten Passagieren erheblich zu schaffen gemacht, sagt Edith Lutz, »es war eine Strapaze«. Doch daß sie die Fahrt gut überstehen würden, daran habe sie nie gezweifelt, fügt sie hinzu. »Ich kam mir vor wie Jonas im Bauch des Wals, ich war sicher, wir würden Gaza erreichen.« Der Empfang im Hafen von Gaza sei überwä...

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