25.08.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Israel-Kritiker bestraft

Bundeszentrale für Politische Bildung ergreift »arbeitsrechtliche Maßnahmen« gegen Ludwig Watzal. Das reicht den zionistischen Lobbygruppen nicht, ihre Jagd geht weiter

Knut Mellenthin
Das Kesseltreiben pro-israelischer Kreise gegen einen Mitarbeiter der bpb, der Bundeszentrale für Politische Bildung (siehe jW vom 1. und 10.April 2008), hat zu einem ersten Erfolg geführt: Gegen Ludwig Watzal wurden »arbeitsrechtlich mögliche Maßnahmen ergriffen«, heißt es in der schriftlichen Vollzugsmeldung der Bundeszentrale an die Leitung der Jüdischen Gemeinde Berlin. Watzal, bis dahin einer von vier Redakteuren der von der bpb herausgegebenen Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte, sei »umgesetzt« worden. »Er nimmt nunmehr keine redaktionellen Aufgaben mehr wahr.« Mit ein paar Wochen Verspätung ist der Strafakt auch öffentlich sichtbar: Watzals Name fehlt im Impressum der Zeitschrift.

Jahrelange Kampagne

Die Kampagne gegen Watzal läuft schon seit mehreren Jahren. Sie bezieht sich auf kritische Texte zur israelischen Politik in den besetzten Gebieten, die zum Teil schon 2004 erschienen sind, und unterstellt dem Autor in mittlerweile routinie...

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