16.08.2008 / Abgeschrieben / Seite 8

Blutiges Chaos

Erklärung des Georgischen Friedenskomitees in Tbilissi zum Krieg im Kaukasus:

Erneut wurde Georgien in ein blutiges Chaos gestürzt und ist Schauplatz eines Bruderkrieges! Zu unserem großen Bedauern wurden Warnungen des Georgischen Friedenskomitees und fortschrittlicher Menschen in Geor­gien vor der unheilvollen Militarisierung des Landes und vor den Gefahren einer nationalistischen und faschistoiden Politik nicht gehört.

Die Regierenden in Georgien haben erneut, unterstützt von einigen westlichen Ländern sowie von internationalen und regionalen Organisationen, einen blutigen Krieg vorbereitet und begonnen. Die Schande, die die gegenwärtigen Machthaber mit diesem Krieg über die Menschen in Georgien gebracht haben, wird nur durch jahrzehntelange Bemühungen wiedergutzumachen sein.

Die georgische Armee, die von den USA ausgerüstet und trainiert wird, richtete in Tschinwali grausame Zerstörungen an. Opfer der Bombenangriffe wurden friedliche Bewohner Südossetiens – unsere Brüder und Schwestern. Die Opfer waren Kinder, Frauen und ältere Menschen. Mehr als 2000 Menschen starben in Tschinwali und Umgebung. Unter den Opfern waren auch Hunderte Georgier, die in der Kampfzone und überall in Geor­gien starben. Das Georgische Friedenskomitee drückt allen Verwandten und Freunden der Opfer sein tief empfundenes Mitgefühl aus.

Die alleinige Verantwortung für diesen Bruderkrieg und für den Tod so vieler unschuldiger Opfer, Einwohner Südossetiens und Georgiens, tragen der derzeitige Präsident, das Parlament und die georgische Regierung. Die Verantwortungslosigkeit und das Abenteurertum der Regierung Saakaschwili kennen keine Grenzen. Das Verhalten des georgischen Präsidenten und seiner Regierung ist ohne Zweifel kriminell. Der Präsident und die georgische Regierung müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Das Georgische Friedenskomitee wird gemeinsam mit fortschrittlichen Parteien und sozialen Bewegungen in Georgien dafür eintreten, daß die Organisatoren dieses verbrecherischen Krieges bestraft werden. Das Georgische Friedenskomitee erklärt, daß die gegenwärtige Regierung mit ihren Handlungen nicht das Einverständnis der Menschen in Georgien hat, und es bittet darum, die Menschen in Geor­gien und die georgische Nation nicht mit der Regierung gleichzusetzen. Es ruft dazu auf, die Menschen in Georgien bei ihrem Kampf gegen das kriminelle Saakaschwili-Regime zu unterstützen.

Es appelliert an die politischen Kräfte und an die sozialen Bewegungen in Georgien, dafür einzutreten, daß das gegen die Menschen gerichtete, rußlandfeindliche und nationalistische Regime von Saakaschwili beendet wird.

Georgisches Friedenskomitee, Tbilissi, 11. August 2008
Erneut wurde Georgien in ein blutiges Chaos gestürzt und ist Schauplatz eines Bruderkrieges! Zu unserem großen Bedauern wurden Warnungen des Georgischen Friedenskomitees und fortschrittlicher Menschen in Geor­gien vor der unheilvollen Militarisierung des Landes und vor den Gefahren einer nationalistischen und faschistoiden Politik nicht gehört.

Die Regierenden in Georgien haben erneut, unterstützt von einigen westlichen Ländern sowie von internationalen und regionalen Organisationen, einen blutigen Krieg vorbereitet und begonnen. Die Schande, die die gegenwärtigen Machthaber mit diesem Krieg über die Menschen in Georgien gebracht haben, wird nur durch jahrzehntelange Bemühungen wiedergutzumachen sein.

Die georgische Armee, die von den USA ausgerüstet und trainiert wird, richtete in Tschinwali grausame Zerstörungen an. Opfer der Bombenangriffe wurden friedliche Bewohner Südossetiens – unsere Brüder und Schwestern. Die Opfer waren Kinder, Frauen und ältere Menschen. Mehr als 2000 Menschen starben in Tschinwali und Umgebung. Unter den Opfern waren auch Hunderte Georgier, die in der Kampfzone und überall in Geor­gien starben. Das Georgische Friedenskomitee drückt allen Verwandten und Freunden der Opfer sein tief empfundenes Mitgefühl aus.

Die alleinige Verantwortung für diesen Bruderkrieg und für den Tod so vieler unschuldiger Opfer, Einwohner Südossetiens und Georgiens, tragen der derzeitige Präsident, das Parlament und die georgische Regierung. Die Verantwortungslosigkeit und das Abenteurertum der Regierung Saakaschwili kennen keine Grenzen. Das Verhalten des georgischen Präsidenten und seiner Regierung ist ohne Zweifel kriminell. Der Präsident und die georgische Regierung müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Das Georgische Friedenskomitee wird gemeinsam mit fortschrittlichen Parteien und sozialen Bewegungen in Georgien dafür eintreten, daß die Organisatoren dieses verbrecherischen Krieges bestraft werden. Das Georgische Friedenskomitee erklärt, daß die gegenwärtige Regierung mit ihren Handlungen nicht das Einverständnis der Menschen in Georgien hat, und es bittet darum, die Menschen in Geor­gien und die georgische Nation nicht mit der Regierung gleichzusetzen. Es ruft dazu auf, die Menschen in Georgien bei ihrem Kampf gegen das kriminelle Saakaschwili-Regime zu unterstützen.

Es appelliert an die politischen Kräfte und an die sozialen Bewegungen in Georgien, dafür einzutreten, daß das gegen die Menschen gerichtete, rußlandfeindliche und nationalistische Regime von Saakaschwili beendet wird.

Georgisches Friedenskomitee, Tbilissi, 11. August 2008

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