15.08.2008 / Thema / Seite 10

Olympische Helden

Peking 2008: Der Dalai Lama und seine Freunde von CIA und Co

Colin Goldner
Wie ein Held wurde der 21jährige Student David Demes am Montag dieser Woche auf dem Frankfurter Flughafen empfangen. Ein Riesenaufgebot an Journalisten von Bild bis Spiegel, Blitzlichtgewitter, Blumensträuße und – tibetischer Willkommensjubel samt den üblichen Glückswedeln, die man einander überreicht. Demes war eben aus Peking angekommen, wo chinesische Behörden ihn kurzerhand ins Flugzeug gesetzt und nach Hause geschickt hatten. Zusammen mit vier Kommilitonen aus den USA und aus Kanada hatte er tags zuvor auf dem Tiananmen-Platz im Zentrum der Stadt ein sogenanntes Die-in veranstaltet, bei dem er sich, in eine Tibet-Fahne gewickelt und mit rotem Kunstblut beschmiert, auf den Boden gelegt hatte, um gegen die »Menschenrechtsverletzungen der Chinesen in Tibet« zu protestieren. Die Aktion war von zivilen Sicherheitskräften nach wenigen Minuten beendet worden, kurze Zeit später saßen Demes und die vier anderen schon im Flieger Richtung Heimat. Währenddessen ...

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