30.07.2008 / Ausland / Seite 6

Die Suche nach Identität

Italiens Rifondazione Comunista sagt Bertinotti addio und rückt nach links. Doch weist die Parteitagsbilanz auch Schattenseiten auf. Eine Betrachtung von Stefano G. Azzarà

Stefano G. Azzarà
Paolo Ferrero, Exmetallarbeiter mit Erfahrung in der Linkspartei Democrazia Proletaria in den frühen Siebzigern und Sozialminister in der zweiten Regierung Prodi (2006–2008), ist der neue Sekretär der Rifondazione Comunista (PRC). Er besiegte mit 342 zu 304 Stimmen den Präsidenten der Region Apulien, Nichi Vendola. Am Ende der langen Ära mit Fausto Bertinot­ti an der Spitze steht eine gespaltene Partei.
Das Ergebnis des VII. PRC-Kongresses (24.–27. Juli, Chianciano) wurde von großen Teilen der italienischen Politszene, von rechts bis links, ebenso wie von fast allen Tageszeitungskommentatoren, negativ beurteilt. Die Partei – so die vorwiegende These – hatte mit Bertinotti versucht, sich zu erneuern und sich als moderne, dialogbereite Linke zu definieren. Jetzt sei sie in die nostalgischen Positionen eines starren, unnachgiebigen Kommunismus zurückgefallen, hieß es.

Wende auf dem Parteitag

Die Realität ist jedoch komplexer. Die Reaktion von Italiens medial...

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