26.07.2008 / Thema / Seite 10

Im langen Schatten des Kalten Krieges

1947/48: Der Nürnberger Nachfolgeprozeß gegen IG Farben (Teil I)

Dietrich Eichholtz und Janis Schmelzer
Schon im Ersten Weltkrieg erhoben sich weltweit Stimmen, die die Bestrafung der Kriegsschuldigen und die Ahndung von Kriegsverbrechen forderten. Auf der ursprünglichen Kriegsverbrecherliste der Alliierten mit 900 Namen (1920) stand damals auch Fritz Haber, der als führender deutscher Chemiker zusammen mit den später zur Interessen-Gemeinschaft (IG) Farben gehörenden Großfirmen Bayer, BASF und Höchst Giftgas für den Krieg entwickelt und den mörderischen Gaskrieg an der Front durchgesetzt hatte. Die Versuche, auf der Grundlage des Versailler Friedensvertrages deutsche Kriegsverbrecher gerichtlich zu verfolgen, schlugen jedoch mit geringfügigen Ausnahmen fehl, auch im Fall Haber.

Zwölf Jahre Nazidiktatur und der von Deutschland entfesselte Eroberungs-, Rassen- und Vernichtungskrieg forderten Dutzende Millionen Opfer. Der Ruf nach Bestrafung der Verantwortlichen für das Unheil, das die Deutschen unter Hitlers Führung über die Welt brachten, erfaßte...

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