26.07.2008 / Fotoreportagen / Seite 4 (Beilage)

Ein Brief aus Havanna

Salvador Allende – ein bleibendes Beispiel: In diesem Jahr wäre der große chilenische Sozialist hundert Jahre alt geworden. Überlegungen zur Regierungszeit der Unidad Popular in Chile

Fidel Castro

Der Text von Fidel Castro Ruz wurde am 26. Juni 2008 veröffentlicht. Dabei ging der Autor davon aus, daß Salvador Allende auf den Tag genau hundert Jahre zuvor geboren wurde. Andere Quellen, darunter die Enzyklopädie »Brockhaus« und »Meyers Neues Lexikon«, nennen den 26. Juli 1908 als Geburtstag des Chilenen. Junge Welt veröffentlicht von Castros umfangreichen »Reflexiones« zu Allendes Hundertstem, die unter dem Titel »Salvador Allende, ein bleibendes Beispiel« erschienen, die Passage zu den Regierungsjahren der Unidad Popular von 1971 bis zum Putsch am 11. September 1973.

Die Unidad Popular (Volkseinheit), eine politische Koalition der Kommunisten, Sozialisten, Radikalen, von MAPU, PADENA und der Unabhängigen Volksaktion, stellte Salvador Allende am 22. Januar 1970 als ihren Kandidaten auf, und er siegte bei den Wahlen am 4. September jenes Jahres. Er ist ein echt klassisches Beispiel des Kampfes mit friedlichen Mitteln zur Errichtung des Sozialismus.

Die Regierung der Vereinigten Staaten unter der Präsidentschaft von Richard Nixon trat unmittelbar nach dem Wahlsieg in Aktion. Am 22. Oktober wurde der Oberbefehlshaber der chilenischen Armee, General René Schneider, Opfer eines Attentats, weil er sich der imperialistischen Forderung nach einem Putsch nicht beugte. Der Versuch, die Machtübernahme der Regierung der Unidad Popular zu verhindern, scheiterte. Allende trat am 3. November 1970 rechtmäßig und würdevoll das Präsidentenamt an – und begann, dem Faschismus die Stirn bietend, auf Regierungsebene seinen Kampf um Veränderungen. Da war er schon 62 Jahre alt. Ich selbst hatte die Ehre, nach dem Sieg der kubanischen Revolution 14 Jahre des antiimperialistischen Kampfes mit ihm zu teilen.

Dann erreichte die Unidad Popular bei den Kommunalwahlen im März 1971 eine absolute Stimmenmehrheit von 50,86 Prozent. Am 11. Juli verkündet Präsident Allende das Gesetz zur Nationalisierung des Kupfers, eine Idee, die er dem Senat schon 19 Jahre vorher vorgeschlagen hatte. Sie wurde im Kongreß einstimmig verabschiedet. Niemand wagte, etwas dagegen einzuwenden. 1972 klagte er öffentlich vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen die internationale Aggression an, der sein Land ausgesetzt ist – und erhielt viele Minuten lang Beifall. Im selben Jahr besuchte er die Sowjetunion, Mexiko, Kolumbien und Kuba.

1973 dann, bei den Parlamentswahlen vom März, erreichte die Unidad Popular 45 Prozent der Stimmen und baute ihre Parlamentspräsenz aus. Die von den Yankees in beiden Kammern geförderten Maßnahmen zur Absetzung des Präsidenten waren gescheitert: In der Folgezeit verschärften der Imperialismus und die nationale Rechte den erbarmungslosen Kampf gegen die Regierung der Unidad Popular. Der Terrorismus im Land wurde ausgelöst.(...) In den Jahren 1971 bis 1973 habe ich an Salvador Allende sechs vertrauliche Briefe geschrieben. Der letzte stammt vom 29. Juli 1973.

»Lieber Salvador! (...) Ich sehe, daß Ihr Euch jetzt inmitten schwerwiegender Ereignisse befindet. Dein Marineadjutant wurde brutal ermordet. ein neuer Streik der Lastwagenbesitzer läuft, ein heikler Dialog mit den Christdemokraten findet statt. Ich kann mir die vorhandene große Spannung und Deinen Wunsch vorstellen, Zeit gewinnen und das Kräfteverhältnis verändern zu wollen – insbesondere für den Fall, daß es zum Ausbruch des Kampfes kommt. Vorstellen kann ich mir auch den Wunsch, einen Weg zu finden, der ein Fortschreiten im revolutionären Prozeß ohne Bürgerkrieg ermöglicht. Und auf dem außerdem Deine historische Verantwortung für das, was geschehen kann, gewahrt bleibt.

Das sind lobenswerte Absichten. Aber für den Fall, daß die andere Seite, deren reale Absichten wir von hier aus nicht einzuschätzen in der Lage sind, stur auf einer verräterischen und unverantwortlichen Politik beharrt und dabei einen von der Unidad Popular und der Revolution unmöglich bezahlbaren Preis verlangt – was sogar recht wahrscheinlich ist –, vergiß keinen Augenblick die riesige Kraft der chilenischen Arbeiterklasse und die energische Unterstützung, die sie Dir in allen schwierigen Augenblicken gegeben hat. Sie kann auf Deinen Aufruf hin, daß die Revolution in Gefahr schwebt, die Putschisten besiegen, die Unschlüssigen an unserer Seite halten, ihre Bedingungen durchsetzen und ein für allemal das Schicksal von Chile entscheiden, falls es notwendig wäre. Der Feind muß wissen, daß die Arbeiterklasse auf die Lage aufmerksam gemacht wurde und zur Aktion bereit ist. Ihre Kraft und ihr Kampfgeist können die Lage in der Hauptstadt zu Deinen Gunsten verändern.

Dein Entschluß, den Prozeß mit Standhaftigkeit und Ehre selbst um den Preis Deines eigenen Lebens zu verteidigen – wobei jederman weiß, daß Du dazu bereit bist – wird alle jene Kräfte an Deine Seite ziehen, die zu kämpfen in der Lage sind. Und alle würdigen Männer und Frauen von Chile. Dein Mut, Deine Gelassenheit und Deine Kühnheit in dieser historischen Stunde und vor allem Deine standhaft, entschlossen und heldenhaft ausgeübte Führung sind der Schlüssel zur Lösung der Situa­tion. Teile Carlos und Manuel mit, wie wir, Deine treuen kubanischen Freunde, diesbezüglich zusammenarbeiten können. Ich unterstreiche Dir gegenüber die Zuneigung und das unbegrenzte Vertrauen unseres Volkes!"

Das habe ich eineinhalb Monate vor dem Putsch geschrieben. Die Abgesandten waren Carlos Rafael Rodríguez und Manuel Piñeiro. Pinochet hatte eine Unterredung mit Carlos Rafael. Er hatte vor ihm eine Loyalität und Standhaftigkeit ähnlich wie die des Generals Carlos Prats, Armeeoberbefehlshaber während eines Teils der Regierungszeit der Unidad Popular, simuliert. Prats war ein würdiger Militär, den die Oligarchie und der Imperialismus in eine vollkommene Krise brachten, die ihn zum Rücktritt zwang, und er wurde später, nach dem faschistischen Putsch von 1973, von den Schergen des chilenischen Geheimdienstes DINA in Argentinien ermordet.

Ich mißtraute Pinochet, seitdem ich die Bücher über Geopolitik gelesen hatte, mit denen er mich während meines Besuchs in Chile beschenkt hatte. Ich hatte seinen Stil und seine Erklärungen beobachtet sowie seine Methoden, die er als Armeechef anwandte, als die Provokationen von rechts Allende zwangen, den Belagerungszustand in Santiago auszurufen. Ich erinnerte mich an die Warnung von Marx im 18. Brumaire.

Viele führende Militärs der Armee in den Regionen und ihre Generalstäbe wollten sich mit mir unterhalten, wo immer ich auch hinkam, und zeigten beachtliches Interesse an den Themen unseres Befreiungskrieges und den Erfahrungen der Oktoberkrise (Raketenkrise) von 1962. Die Treffen in der Morgendämmerung, die einzige mir zur Verfügung stehende freie Zeit, dauerten stundenlang. Ich willigte ein, um Allende zu helfen, indem ich ihnen mühsam die Idee beibrachte, daß der Sozialismus kein Feind der Armeeeinrichtungen ist. Pinochet war da als Militärchef keine Ausnahme. Allende betrachtete diese Treffen als nützlich.

Am 11. September 1973 fiel er heldenhaft bei der Verteidigung des Präsidentenpalastes »Palacio de la Moneda«. Er hat wie ein Löwe bis zum letzten Atemzug gekämpft. Die Revolutionäre, die dort dem faschistischen Ansturm standhielten, haben fabelhafte Dinge über die letzten Augenblicke berichtet. Die Versionen stimmten nicht immer überein, weil sich die Kämpfer an verschiedenen Stellen des Palasts befanden. Einige seiner nächsten Mitarbeiter starben oder wurden nach dem harten und ungleichen Kampf ermordet.

Die Zeugenaussagen unterschieden sich vor allem an einem Punkt: Die einen behaupteten, daß Allende die letzten Schüsse auf sich selbst abgab, um nicht gefangengenommen zu werden. Die anderen sagten, daß sein Tod auf das feindliche Feuer zurückzuführen war. Der Palast brannte, er war durch Panzer und Flugzeuge angegriffen worden, die einen Putsch vollenden sollten, den sie als eine einfache Angelegenheit, die ohne Widerstand machbar war, angesehen hatten. Es existiert keinerlei Widerspruch zwischen den beiden Todesarten. In unseren Befreiungskriegen gibt es mehr als ein Beispiel von berühmten Kämpfern, die sich, als eine Verteidigung nicht mehr möglich war, das Leben nahmen, bevor sie gefangengenommen werden konnten.

Es wäre noch viel darüber zu sagen, was wir alles für Allende zu tun bereit gewesen waren, manches ist schriftlich festgehalten – doch das ist nicht das Ziel dieser Zeilen. Heute ist ein Jahrhundert seit seiner Geburt vergangen. Sein Beispiel wird überdauern.

Allende Gossens, Salvador, chilenischer Politiker, geb. 26.7.1908, Valparaíso, gest. 11.9.1973, Santiago des Chile; Arzt; 1933 Mitbegründer der Sozialistischen Partei, seit 1937 Abgeordneter, 1939 Gesundheitsminister der Volksfrontregierung, 1945/61 Senator, 1966 Senatspräsident. A. war 1956 Mitbegründer der Front der Volksaktion (FRAP), 1958 und 1964 deren Präsidentschaftskandidat; a...



Die Unidad Popular (Volkseinheit), eine politische Koalition der Kommunisten, Sozialisten, Radikalen, von MAPU, PADENA und der Unabhängigen Volksaktion, stellte Salvador Allende am 22. Januar 1970 als ihren Kandidaten auf, und er siegte bei den Wahlen am 4. September jenes Jahres. Er ist ein echt klassisches Beispiel des Kampfes mit friedlichen Mitteln zur Errichtung des Sozialismus.

Die Regierung der Vereinigten Staaten unter der Präsidentschaft von Richard Nixon trat unmittelbar nach dem Wahlsieg in Aktion. Am 22. Oktober wurde der Oberbefehlshaber der chilenischen Armee, General René Schneider, Opfer eines Attentats, weil er sich der imperialistischen Forderung nach einem Putsch nicht beugte. Der Versuch, die Machtübernahme der Regierung der Unidad Popular zu verhindern, scheiterte. Allende trat am 3. November 1970 rechtmäßig und würdevoll das Präsidentenamt an – und begann, dem Faschismus die Stirn bietend, auf Regierungsebene seinen Kampf um Veränderungen. Da war er schon 62 Jahre alt. Ich selbst hatte die Ehre, nach dem Sieg der kubanischen Revolution 14 Jahre des antiimperialistischen Kampfes mit ihm zu teilen.

Dann erreichte die Unidad Popular bei den Kommunalwahlen im März 1971 eine absolute Stimmenmehrheit von 50,86 Prozent. Am 11. Juli verkündet Präsident Allende das Gesetz zur Nationalisierung des Kupfers, eine Idee, die er dem Senat schon 19 Jahre vorher vorgeschlagen hatte. Sie wurde im Kongreß einstimmig verabschiedet. Niemand wagte, etwas dagegen einzuwenden. 1972 klagte er öffentlich vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen die internationale Aggression an, der sein Land ausgesetzt ist – und erhielt viele Minuten lang Beifall. Im selben Jahr besuchte er die Sowjetunion, Mexiko, Kolumbien und Kuba.

1973 dann, bei den Parlamentswahlen vom März, erreichte die Unidad Popular 45 Prozent der Stimmen und baute ihre Parlamentspräsenz aus. Die von den Yankees in beiden Kammern geförderten Maßnahmen zur Absetzung des Präsidenten waren gescheitert: In der Folgezeit verschärften der Imperialismus und die nationale Rechte den erbarmungslosen Kampf gegen die Regierung der Unidad Popular. Der Terrorismus im Land wurde ausgelöst.(...) In den Jahren 1971 bis 1973 habe ich an Salvador Allende sechs vertrauliche Briefe geschrieben. Der letzte stammt vom 29. Juli 1973.

»Lieber Salvador! (...) Ich sehe, daß Ihr Euch jetzt inmitten schwerwiegender Ereignisse befindet. Dein Marineadjutant wurde brutal ermordet. ein neuer Streik der Lastwagenbesitzer läuft, ein heikler Dialog mit den Christdemokraten findet statt. Ich kann mir die vorhandene große Spannung und Deinen Wunsch vorstellen, Zeit gewinnen und das Kräfteverhältnis verändern zu wollen – insbesondere für den Fall, daß es zum Ausbruch des Kampfes kommt. Vorstellen kann ich mir auch den Wunsch, einen Weg zu finden, der ein Fortschreiten im revolutionären Prozeß ohne Bürgerkrieg ermöglicht. Und auf dem außerdem Deine historische Verantwortung für das, was geschehen kann, gewahrt bleibt.

Das sind lobenswerte Absichten. Aber für den Fall, daß die andere Seite, deren reale Absichten wir von hier aus nicht einzuschätzen in der Lage sind, stur auf einer verräterischen und unverantwortlichen Politik beharrt und dabei einen von der Unidad Popular und der Revolution unmöglich bezahlbaren Preis verlangt – was sogar recht wahrscheinlich ist –, vergiß keinen Augenblick die riesige Kraft der chilenischen Arbeiterklasse und die energische Unterstützung, die sie Dir in allen schwierigen Augenblicken gegeben hat. Sie kann auf Deinen Aufruf hin, daß die Revolution in Gefahr schwebt, die Putschisten besiegen, die Unschlüssigen an unserer Seite halten, ihre Bedingungen durchsetzen und ein für allemal das Schicksal von Chile entscheiden, falls es notwendig wäre. Der Feind muß wissen, daß die Arbeiterklasse auf die Lage aufmerksam gemacht wurde und zur Aktion bereit ist. Ihre Kraft und ihr Kampfgeist können die Lage in der Hauptstadt zu Deinen Gunsten verändern.

Dein Entschluß, den Prozeß mit Standhaftigkeit und Ehre selbst um den Preis Deines eigenen Lebens zu verteidigen – wobei jederman weiß, daß Du dazu bereit bist – wird alle jene Kräfte an Deine Seite ziehen, die zu kämpfen in der Lage sind. Und alle würdigen Männer und Frauen von Chile. Dein Mut, Deine Gelassenheit und Deine Kühnheit in dieser historischen Stunde und vor allem Deine standhaft, entschlossen und heldenhaft ausgeübte Führung sind der Schlüssel zur Lösung der Situa­tion. Teile Carlos und Manuel mit, wie wir, Deine treuen kubanischen Freunde, diesbezüglich zusammenarbeiten können. Ich unterstreiche Dir gegenüber die Zuneigung und das unbegrenzte Vertrauen unseres Volkes!"

Das habe ich eineinhalb Monate vor dem Putsch geschrieben. Die Abgesandten waren Carlos Rafael Rodríguez und Manuel Piñeiro. Pinochet hatte eine Unterredung mit Carlos Rafael. Er hatte vor ihm eine Loyalität und Standhaftigkeit ähnlich wie die des Generals Carlos Prats, Armeeoberbefehlshaber während eines Teils der Regierungszeit der Unidad Popular, simuliert. Prats war ein würdiger Militär, den die Oligarchie und der Imperialismus in eine vollkommene Krise brachten, die ihn zum Rücktritt zwang, und er wurde später, nach dem faschistischen Putsch von 1973, von den Schergen des chilenischen Geheimdienstes DINA in Argentinien ermordet.

Ich mißtraute Pinochet, seitdem ich die Bücher über Geopolitik gelesen hatte, mit denen er mich während meines Besuchs in Chile beschenkt hatte. Ich hatte seinen Stil und seine Erklärungen beobachtet sowie seine Methoden, die er als Armeechef anwandte, als die Provokationen von rechts Allende zwangen, den Belagerungszustand in Santiago auszurufen. Ich erinnerte mich an die Warnung von Marx im 18. Brumaire.

Viele führende Militärs der Armee in den Regionen und ihre Generalstäbe wollten sich mit mir unterhalten, wo immer ich auch hinkam, und zeigten beachtliches Interesse an den Themen unseres Befreiungskrieges und den Erfahrungen der Oktoberkrise (Raketenkrise) von 1962. Die Treffen in der Morgendämmerung, die einzige mir zur Verfügung stehende freie Zeit, dauerten stundenlang. Ich willigte ein, um Allende zu helfen, indem ich ihnen mühsam die Idee beibrachte, daß der Sozialismus kein Feind der Armeeeinrichtungen ist. Pinochet war da als Militärchef keine Ausnahme. Allende betrachtete diese Treffen als nützlich.

Am 11. September 1973 fiel er heldenhaft bei der Verteidigung des Präsidentenpalastes »Palacio de la Moneda«. Er hat wie ein Löwe bis zum letzten Atemzug gekämpft. Die Revolutionäre, die dort dem faschistischen Ansturm standhielten, haben fabelhafte Dinge über die letzten Augenblicke berichtet. Die Versionen stimmten nicht immer überein, weil sich die Kämpfer an verschiedenen Stellen des Palasts befanden. Einige seiner nächsten Mitarbeiter starben oder wurden nach dem harten und ungleichen Kampf ermordet.

Die Zeugenaussagen unterschieden sich vor allem an einem Punkt: Die einen behaupteten, daß Allende die letzten Schüsse auf sich selbst abgab, um nicht gefangengenommen zu werden. Die anderen sagten, daß sein Tod auf das feindliche Feuer zurückzuführen war. Der Palast brannte, er war durch Panzer und Flugzeuge angegriffen worden, die einen Putsch vollenden sollten, den sie als eine einfache Angelegenheit, die ohne Widerstand machbar war, angesehen hatten. Es existiert keinerlei Widerspruch zwischen den beiden Todesarten. In unseren Befreiungskriegen gibt es mehr als ein Beispiel von berühmten Kämpfern, die sich, als eine Verteidigung nicht mehr möglich war, das Leben nahmen, bevor sie gefangengenommen werden konnten.

Es wäre noch viel darüber zu sagen, was wir alles für Allende zu tun bereit gewesen waren, manches ist schriftlich festgehalten – doch das ist nicht das Ziel dieser Zeilen. Heute ist ein Jahrhundert seit seiner Geburt vergangen. Sein Beispiel wird überdauern.

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